Ananuri (Georgien) - Kaukasische Polyphonien und Folk

Klangkosmos Weltmusik Konzert am 12. April in der Kreuzkirche Herne

Am Donnerstag, 12. April  um 19.30 Uhr gastiert die Gruppe Ananuri aus Georgien in der Herner Kreuzkirche (Bahnhofstr. 8). Das Repertoire der Gruppe besteht aus polyphonen Liedern für drei Stimmen, begleitet von den Langhalslauten, Flöten und Oboen.  

Das Ensemble „Ananuri", benannt nach der gleichnamigen Festung in der Nähe der georgischen Hautpstadt Tiflis, gründete sich 1995. Im Jahre 2000 erschien die erste CD, vier Jahre später die zweite mit georgischen Volksliedern. Ananuri konzertiert regelmäßig in vielen Ländern Europas und Asiens und widmet sich vor allem der weltlichen Musiktradition Georgiens mit ihren vielfältigen regionalen Stilen, zu denen als einer der ältesten auch die berühmte polyphone Chortradition gehört.

In der georgischen Musik hat sich bis heute eine einzigartige Verbindung des georgisch-orthodoxen Christentums, das im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion erklärt wurde mit heidnisch-magischen Vorstellungen und Rituale erhalten, in denen der Glauben an Geister eine Rolle spielt. So spiegeln die kunstvoll faszinierenden Stücke von Ananuri auch Facetten solch uralter Bräuche wider, in denen Mächte der Totenwelt Opfergaben erbracht wurden oder andere mythische Legenden.

Veranstalter sind das Eine Welt Zentrum Herne mit Unterstützung der Ev. Kreuzkirchengemeinde und des städtischen Kulturbüros. Der Weltladen Herne ist mit einer Auswahl fair gehandelter Produkte vor Ort. Der Eintritt ist  frei, Spende erbeten.