Brot für die Welt ist eine Hilfsaktion der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Sie wurde 1959 in Berlin gegründet und steht seitdem in der Verantwortung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD). In mehr als 1.000 Projekten leistet „Brot für die Welt“ gemeinsam mit einheimischen Kirchen und Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropas Hilfe zur Selbsthilfe. Leitmotiv unserer Arbeit ist: Den Armen Gerechtigkeit.

Das täglich' Brot

Der Name von „Brot für die Welt“ ist Programm. Wir setzen uns für die Menschen ein, die in Not und Elend leben. Der Begriff „Brot“ steht dabei nicht nur für die Versorgung mit Nahrung. Martin Luther legt die Bitte nach dem „täglich Brot“ im Vaterunser so aus: Brot ist alles, „was Not tut für Leib und Leben – wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld und Gut.“ Das „täglich Brot“ steht für alles Lebensnotwendige, über das alle Menschen in der Welt verfügen sollten.

Wie der Reformator setzt sich „Brot für die Welt“ für das ein, was Menschen brauchen, um in Würde zu leben: menschliche Arbeits- und Lebensbedingungen, ausreichend Nahrung, ein Dach über dem Kopf, Gesundheitsversorgung und Ausbildung – unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Den Benachteiligten und sozial Ausgegrenzten ein Leben in Würde zu ermöglichen, ist unser Grundanliegen.

Unterstützung der Partner

Dabei geht es nicht um Almosen: Wir wollen den Menschen dabei helfen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb führen wir selbst keine Projekte in den Ländern des Südens durch, sondern unterstützen Partner vor Ort bei ihrer Arbeit. Denn sie kennen ihr Land, die Menschen und die Probleme am besten. Sie sollen und können ihr Leben selbst bestimmen und gestalten. Wir verstehen uns als Anwalt und Sprachrohr unserer einheimischen Partner unter den Benachteiligten.