Tankwagenkatastrophe vom Wochenende in unserer Partnerkirche in Bukavu
Die Tankwagenkatastrophe vom Wochenende hat unsere Partnerkirche in Bukavu schwer getroffen. 48 Menschen aus der Gemeinde Sange fanden darin den Tod, unter ihnen 17 Schüler einer Fachhochschule für Agrar- und Veterinärwesen, die eine Feldstudie vor Ort machten. So liest sich die erste Bilanz, die der Kirchenkreis Herne aus Bukavu erhielt.
Viele Jugendliche, die sich auf dem Marktplatz das Viertelfinalspiel Deutschland-Argentinien anschauten und auf einen Sieg der Deutschen hofften, hatten nicht den Hauch einer Chance, dem Inferno zu entfliehen. Sie verbrannten bis zur Unkenntlichkeit.
Die Menschen in Sange stehen unter Schock. Durch die 50.000 Einwohner zählende Kleinstadt führt die Nationalstraße N5, eine Hauptverkehrsader zwischen Ruanda, Burundi, Tanzania und dem Kongo. Ihr Zustand ist miserabel, bei den Fahrzeugen sieht es entsprechend schlecht aus. Dennoch ist der Umstand tragisch. Ein offenbar in die Fahrbahn ragender, abgestellter Minibus zwang den Fahrer des Tankzugs zu einem Manöver, bei dem sich der LKW überschlug. Die Menschen liefen schnell zur Unglücksstelle, um Benzin abzuzapfen. Ob dabei nun eine Frau zur besseren Sicht eine Kerosinlampe zündete, ein Mann eine glimmende Zigarette wegwarf oder das auslaufende Benzin an einer Kochstelle Feuer fing – für die nahezu 300 Toten und die über 130 Verletzten spielt das kaum noch eine Rolle.
Der Kirchenkreis Herne hat 1.500 Euro als Soforthilfe für die Opfer bereitgestellt. Bitte helfen Sie mit, diesen Betrag zu erhöhen. Vor allem wenn junge Männer oder Familienväter getötet wurden, gibt es für die Hinterbliebenen oft keine Chance, der totalen Verelendung zu entfliehen. Sofort-Hilfen für eine bescheidene Haushaltsausstattung oder ein Kleinkredit für ein kleines Geschäft auf dem Markt können da viel bewirken.
Überweisungen können auf das Spendenkonto des Kirchenkreises Herne bei der Herner Sparkasse, Kontonummer 1 079 284, BLZ 432 500 30 erfolgen.





