Unternehmen tragen Verantwortung für Menschenrechte

Einschätzungen zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte
In ihrem Koalitionsvertrag hatten sich die SPD und die Unionsparteien darauf verpflichtet, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte auf nationaler Ebene umzusetzen. Am 21.12.2016 wurde der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) schließlich verabschiedet. Das Ergebnis enttäuscht. Zwar setzt die Bundesregierung darin eine Zielmarke: Bis 2020 sollen die Hälfte aller Großunternehmen menschenrechtliche Sorgfaltspflichten umsetzen. Aber es gibt keine verbindlichen Regelungen für Unternehmen wie z.B. in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden, wo Gesetze mit Menschenrechtsvorgaben für Auslandsgeschäfte von Unternehmen verabschiedet wurden. Wieder einmal beschränkt sich die Bundesregierung auf freiwillige Selbstverpflichtungen für Unternehmen.
Auf dem Studientag wird analysiert, wie verschiedene Länder die UN-Leitprinzipien umgesetzt haben. Darüber hinaus werden VertreterInnen von Unternehmen ihre Perspektive auf den deutschen NAP deutlich machen und darlegen, wie sie ihre menschenrechtliche Verantwortung wahrnehmen. Das ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights) wird seine Erfahrungen mit transnationalen Menschenrechtsklagen einbringen und Empfehlungen für die Politik vorstellen.

Programm

Wir laden Sie herzlich ein, sich an dieser Debatte zu beteiligen,
Birgit Weinbrenner
Evangelische Akademie Villigst
Dietrich Weinbrenner
Vereinte Evangelische Mission und
Amt für Mission, Ökumene und
kirchliche Weltverantwortung der EKvW

Ort: Gemeindehaus der Ev. Mariengemeinde, Kleppingstrasse 5, Dortmund (nahe Hauptbahnhof)
Datum: Dienstag, 07.11.2017 11:00 Uhr

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