Ananuri (Georgien) - Kaukasische Polyphonien und Folk

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Konzert aus der Reihe Klangkosmos Weltmusik

Oberhalb des Shinwali-Stausees am Ufer des Flusses Aragwi, ca. 65 km von Tiflis entfernt, liegt seit dem 13. Jahrhundert die Festung Ananuri an der historischen georgischen Heerstraße. Der Komplex umfasst religiöse, weltliche und militätische Gebäude und trotzte über die Zeiten allen persischen und osmanischen Invasionen und wurde 2007 auf die Liste der UNESCO Welterbestätten aufgenommen.

Das Ensemble Ananuri gründete sich 1995 zunächst als kleine Formation unabhängiger Künstler und hat sich nach diesem historisch wichtigen Ort benannt. Das Repertoire der Gruppe besteht aus polyphonen Liedern für drei Stimmen, begleitet von den Langhalslauten in verschiedenen Stimmungen Fanduri, Panduri und Chonguri, der Rohrflöte Salamuri, der kaukasischen Oboe Duduk und A-capella Stücken. In der georgischen Musik hat sich bis heute eine einzigartige Verbindung des georgisch-orthodoxen Christentums, das im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion erklärt wurde mit heidnisch-magischen Vorstellungen und Rituale erhalten, in denen der Glauben an Geister eine Rolle spielt. So spiegeln die kunstvoll faszinierenden Stücke von Ananuri auch Facetten solche uralter Bräuche wider, in denen Mächte der Totenwelt Opfergaben erbracht wurden und andere mythische Legenden.

Eintritt frei - Spende erbeten

Veranstalter: Eine Welt Zentrum Herne mit freundlicher Unterstützung der Kreuzkirchengemeinde Herne, dem Kulturbüro der Stadt Herne und alba Kultur Köln

Ort: Evangelische Kreuzkirche, Europaplatz, 44623 Herne
Datum: Donnerstag, 12.04.2018 19:30 Uhr

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