Fürbittenvorschälge für Sonntag 12. Juli 2020

Unruhen in Äthiopien

Landesweite Proteste wurden in der vergangenen Woche durch die Ermordung des beliebten Sängers und Protestliederdichters Hachalu Hundessa (am 29.6.2020) ausgelöst, der der größten Volksgruppe in Äthiopien, den Oromo, angehörte.

Wir beten für die Menschen in Äthiopien,

voller Sorge über die Unruhen im Land,

ausgelöst durch die Ermordung des Sängers Hachalu Hundessa.

Mit seiner Musik sprach er über wirtschaftliche und politische Benachteiligung,

die viele Angehörige seiner Volksgruppe empfinden.

Wir bitten für den ermordeten Sänger und alle, die um ihn trauern:

Lass Dein Licht leuchten in der Dunkelheit des Todes!

Sei ihm und den Seinen nahe mit der Kraft Deiner Auferstehung.

Aus der Trauer um den Sänger, werden jetzt auch Wut und Agression,

und in den Unruhen sterben Polizisten, Soldaten und Zivilisten.

Wir bitten Dich:

Bewahre die Menschen in Äthiopien vor einer Eskalation der Gewalt!

Gib den Führungspersonen im Land die richtigen Worte,

um den Frieden zu schützen und zu fördern.

Hilf den Unterdrückten und Bedrängten in Äthiopien,

sinnvoll ihre Stimme zu erheben und Rechte einzufordern,

ohne Gewalt und doch mit Nachdruck.

Wir denken an die Kleinbauernfamilien, Bildungseinrichtungen und Hilfsorganisationen,

mit denen wir durch viele nachhaltige Projekte und Programme in Äthiopien verbunden sind.

Behüte den Frieden im Land als Grundlage aller guten Ideen,

damit Äthiopien weiter als Hoffnungsland aufblüht

und die Menschen aller Volksgruppen zuversichtlich in ihrer Heimat leben können.

 

„Corona hat uns den Hunger gebracht.“ Bericht der Welthungerhilfe über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Afrika

Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Hungernden weltweit wieder deutlich an, durch die mit dem Klimawandel verbundenen Naturkatstrophen, sowie Kriege und Konflikte. Die Corona-Pandemie heizt die Not an, wie die Welthungerhilfe zur Veröffentlichung ihres Jahresberichtes am 7.7.2020 erklärt. Die deutlichen Fortschritte in der Hungerbekämpfung, die seit 30 Jahren zu verzeichnen waren, gehen verloren. https://www.welthungerhilfe.de;

https://www.tagesschau.de/ausland/welthungerhilfe-kenia-101.html

 

Wir beten für die Menschen in Afrika,

die verzweifeln über die Folgen der Corona-Panedmie

und die verheerenden Auswirkungen der Heuschreckenplage.

Mangelernährung und Hunger greifen wieder um sich,

bedrohen die Menschen und ihre Tiere.

Wir bitten dich:

Hilf uns, mit ihnen zu fühlen und ihre Not zu begreifen!

Stärke unsere Solidarität mit den Hungernden.

Steh den verzweifelten Kleinbauern- und Arbeiterfamilien bei,

über die jetzt so viel Elend hereinbricht.

Segne die Helferinnen und Helfer,

jede Geste der Anteilnahme,

jede Idee, die Menschenleben vor dem Verhungern bewahrt.

Bleibe unsere Inspiration, Du, unser Brot des Lebens,

dass wir teilen lernen von klein auf, unser Leben lang,

weltweit und in jeder Katastrophe noch entschiedener!

 

Überleben im Alltag des Südens - Kirchliche Partnerschaften

In vielen Partnerkirchen deutscher Gemeinden gehen dieser Tage Hilferufe ein, da fast überall die Einnahmen der Gemeinden im globalen Süden so zurückgehen, dass sie die Mitarbeitenden und Pfarrer*innen nicht mehr bezahlen können. Auch für die Arbeit in Sozialprogrammen ist kein Geld mehr da. Die Arbeitslosigkeit gerade auf den Märkten und dem so genannten „Informellen Sektor“ tut ihr Übriges, sodass viele vor allem in den Städten weit unter das Existenzminimum geraten. Die Angst vor Hunger wächst stärker als die vor Corona.

 

Barmherziger Gott,

wir bitten heute für die, die mit uns als Kirchen des Südens besonders verbunden sind (oder Name der Partnerkirche/-gemeinden/-orte):

Hilf denen, die sich in den Städten und auf den Märkten bislang über Wasser halten konnten

und nun nichts mehr haben, weil niemand mehr kauft,

oder nur noch wenige die hohen Preise für Nahrungsmittel bezahlen können;

erbarme dich der zusammenbrechenden Gesundheitssyteme in vielen Ländern,

mit ihren verzweifelten Ärzten und Pflegerinnen.

 

Lass ihre Rufe nach Hilfe nicht ungehört verhallen,

mach unsere Herzen weit,

damit wir auch ihre Not sehen als deinen Hilferuf,

mit dem du uns bittest: „Gebt Ihr ihnen zu essen!“

 

Wir bitten dich auch um einen neuen Blick

auf Schwestern und Brüder, die, nicht durch Kirchensteuern abgesichert,

ihre Arbeit und Einkünfte verlieren,

die Angst um ihre Zukunft und die ihrer Kinder haben

weil es keine Gottesdienste und so auch all die Kollekten nicht mehr gibt,

die bislang ihren Lohn und ihr Überleben ermöglicht haben.

 

Wir hoffen auf dich,

dass du dich neu deiner Welt erbarmst,

die durch gnadenloses Wirtschaften an ihre Grenzen gekommen ist,

und doch nicht wahrhaben will,

dass alles Leben nur in der Kraft des Geistes

und in der Gemeinschaft aller sich entfalten und erfüllen kann.

Komm, Schöpfer, Heiliger Geist, und kehre bei uns ein,

sei unser Retter und unsere Trösterin,

wo immer wir als deine Kinder leben und sterben.

 

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