FAIRE WOCHE in HERNE und WANNE-EICKEL

Programm: www.ewz-herne.de

Die Akzeptanz jüdischer Künstler in der Gesellschaft - Bürger, Künstler und Jude Bebilderter Vortrag

Willi-Pohlmann-Platz 1, Herne, vhs im Kulturzentrum

Die Aufklärung als Vorbote der Moderne 
ebnete den Weg für jüdische Künstler. 
Damit verband sich der Wunsch nach 
Anerkennung, aber auch die Suche nach 
eigener Identität wie bei Moritz Daniel 
Oppenheim. Er verstand sich als deut-
scher Bürger jüdischen Glaubens.  
Josef Israëls schöpfte seine Sujets aus 
der tradierten Bilderwelt Rembrandts. Er sah die Juden durch 
die Augen seines künstlerischen Vorbilds. 
Andere Künstler ließen sich von der Suche nach ihren natio-
nalen Wurzeln inspirieren und wurden zu Malern jüdischen 
Lebens wie Isidor Kaufmann und Maurycy Gottlieb.  
Samuel Hirszenberg und Mauricy Minkowsky schildern jüdi-
sches Leiden bedingt durch zunehmenden Nationalismus und 
Antisemitismus in Polen und Osteuropa. 
Wieder andere Künstler begeisterten sich für Kunstrichtungen, 
in denen ihr Judentum keine oder nur eine geringe Rolle spielt 

oder zeigen ein modernes jüdisches Selbstbewusstsein in ih-
rer Kunst. Dazu gehören Lesser Ury und Amedeo Modigliani.  
Ein besonders starkes Bewusstsein um ihre religiöse Herkunft 
entwickelten jüdische Künstler oft 
erst aufgrund der Verfolgung durch 
die Nationalsozialisten. So setzen 
sich Künstler wie Ludwig Meidner  
und Felix Nussbaum in Selbstport-
räts mit ihrem Schicksal auseinan-
der. 
Der Vortrag stellt als bekanntesten 
Künstler des frühen 20. Jahrhun-
derts Amedeo Modigliani vor, ne-
ben den anderen weniger bekannten jüdischen Künstlern, die 
jedoch aufgrund ihrer qualitätsvollen und interessanten Arbei-
ten einen Einblick auch in die jüdische Kultur geben.