Fairer Handel und Welthandel

„Die Erfahrung zeigt, dass Wirtschaftswachstum allein nicht genügt. Wir müssen mehr tun, um die Einzelnen durch menschenwürdige Arbeit zu stärken, die Menschen durch soziale Absicherung zu schützen, ihnen zu sozialer Absicherung zu verhelfen und den Bedürftigen und Marginalisierten eine Stimme zu geben“

UN-Generalsekretär Ban-Ki-moon, Welttag der Sozialen Gerechtigkeit 2014

Der globale Handel ist in den letzten Jahrzehnten spektakulär gewachsen. Dies hat in vielen Ländern erheblich zum Wirtschaftswachstum beigetragen, doch sind die Gewinne nicht gleichmäßig verteilt. Die von globalen Institutionen und großen Konzernen beworbenen Handelsmodelle haben ihr Versprechen, die Armut zu beseitigen, nicht erfüllt und ein noch nie dagewesenes Ausmaß des Ungleichgewichts verursacht. Die Märkte werden üblicherweise von einer Handvoll internationaler Unternehmen beherrscht. Sie haben die Macht, die Handelsbedingungen für ihre Zulieferer zu diktieren, indem sie die Preise drücken, oft unter Produktionskosten-Niveau. Kleinproduzent*innen und Arbeiter*innen haben es dadurch schwer, ihr Auskommen zu verdienen, und sind anfällig für Ausbeutung.

Es gibt einen anderen Weg

Der Faire Handel verbindet Produzent*innen und Verbraucher*innen durch größere Transparenz in den Handelsketten und den Ausschluss des Zwischenhandels. Er garantiert den Produzent*innen im globalen Süden stabile Mindestpreise für ihre Produkte sowie einen Aufschlag für soziale Projekte. Über 4.000 Basisorganisationen mit mehr als 2,5 Millionen Kleinproduzent*innen und Arbeiter*innen in über 70 Ländern arbeiten mit der World Fair Trade Organization oder Fairtrade International zusammen. Ihre Produkte werden in tausenden Weltläden oder Fair-Trade-Shops, Supermärkten und vielen anderen Verkaufsstellen überall auf der Welt angeboten. Politische Überzeugungsarbeit ihrer Mitglieder und Partner hat politische Entscheidungsträger*innen auf jedem Kontinent für die Anliegen des Fairen Handels gewonnen und dazu beigetragen, das Thema der sozialen und ökologischen Verantwortung auf die Agenda führender Unternehmen zu setzen.