Fairtrade Stadt Herne

Coronapandemie und Fairer Handel

Die Auswirkungen des Covid-19 Virus besorgt uns alle. Viele Menschen im Süden sorgen sich um das Wegbrechen der Nachfrage nach ihren Produkten aus Europa. Außerdem sind sie vor Ort selbst von den Folgen des Corona-Virus betroffen. Persönlich, durch unzureichende medizinische Versorgung und ökonomisch, durch Nachfragerückgang und Ausfuhrprobleme. So behindern Ausgangssperren und der stark behinderte Warenverkehr im Weltmarkt auch den Export von Fair-Handels Produkten. Von daher ist Solidarität auch in diesem Sinne von uns allen gefragt.

Dieter, Overath, Vorstandsvorsitzender Transfair e.V., erklärt: „Wir können die Coronakrise bewältigen, wenn wir körperlich Abstand halten, aber im Geiste als Gesellschaft zusammen stehen. In der aktuellen Krise ist von uns allen Solidarität gefragt. Dafür steht der faire Handel. Wir alle können und sollten uns in unserem Alltagshandeln solidarisch zeigen, indem wir uns und andere schützen und wo Hilfe notwendig ist unterstützen. Das gilt für die Menschen in unserem unmittelbaren Umkreis. Unsere Solidarität gilt aber auch den Menschen, die uns mit Produkten, wie Kaffee, Kakao, Bananen oder anderen Rohstoffen versorgen, und für die wir uns auch in dieser Krisenzeit einsetzen.“

Weltladen in Herne bleibt geöffnet!

Aufgrund der Coronakrise hat der Weltladen Esperanza (Freiligrathstr. 19, 44623 Herne) nur noch vormittags von 10 bis 13 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Damit Sie nicht auf Ihre gewohnten fair gehandelten Produkte verzichten müssen, bieten wir Ihnen einen kostenlosen Lieferservice mit einem Mindestbestellwert von ca. 15,00 € an. Ihre Bestellungen können Sie telefonisch unter 02323/961586 oder 0151/25323494 durchgeben. Ebenso ist eine Bestellung per E-Mail an info@weltladenherne.de möglich.

Weltläden-Solidaritätsaktion der Importeure

Viele Weltläden in Deutschland sind geschlossen oder nur noch begrenzt geöffnet. Einige Weltläden haben einen Lieferservice eingerichtet. Insbesondere jetzt brauchen die Weltläden unsere Unterstützung. Dazu haben Fair-Handelsunternehmen eine Solidaritäts-Aktion gestartet. Durch den Einkauf auf den Onlineshops z.B. von El Puente, Gepa, Globo und Weltpartner können Kund*innen die Weltläden vor Ort direkt unterstützen, indem sie den Weltladen angeben, bei dem sonst eingekauft hätten. Dieser erhält so einen Rabatt des Einkaufs gutgeschrieben. Die Auslieferung erfolgt entweder vollständig oder bereits ab einem niedrigen Betrag kostenfrei.

Weitere Informationen hier www.aktion-fairsorgung.de

Informationen von Handelspartnern im Globalen Süden

von El Puente https://www.el-puente.de/blog/unsere-handelspartner-in-der-corona-krise/

von Contigo https://contigo.de/category/news/corona-live-ticker/

Foto: Mable Matetsu von der Fairtrade-Bananen-Organisation Volta River Estates in Ghana

Fotografin: Nathalie Bertrams/Transfair e.V.

 

Herzlichen Willkommen bei der Fairtrade-Stadt Herne!

Unserer Stadt Herne widerfuhr am 4. Juni 2011 eine besondere Ehre: Sie wurde als tausendste Fairtrade-Town weltweit ausgezeichnet (mehr), gemeinsam mit elf weiteren Städten auf fünf Kontinenten, wie z.B. Kumamoto in Japan oder Madrid in Spanien. Herne ist damit Teil einer weltweiten Bewegung von Kommunen und Menschen für globale Gerechtigkeit.

Diese Auszeichnung wurde national und international sehr positiv zur Kenntnis genommen. Der Titel „Fairtrade-Stadt“ soll auch zukünftig Ansporn und Verpflichtung sein, den Fairen Handel in Herne weiter zu entwickeln und ihn noch sichtbarer zu machen.

2019 - Herne erneut als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet

Für weitere zwei Jahre darf die Stadt Herne den Titel einer intermationalen Fairtrade-Stadt führen.
Zum Auftakt der Fairen Woche übergab Markus Heißler, Vorsitzender der Stereurunggruppe Fairtrade Town an Bürgermeisterin Andrea Oehler und  Achim Wixforth, Leiter Fachbereich Umwelt die Urkunde der Titelerneuerung. Neben der Urkundenübergabe drehte sich bei der Auftaktveranstaltung alles um das Thema Kaffee. Seit 2001 hat Herne einen fair gehandelten Städtekaffee, der in Kolumbien von der Kooperative Red Ecolsierra biologisch angebaut wird. Bisher wurden davon rund 1,4 Mio. Tassen  in Herne getrunken. Yinson Rodriguez, der Präsident der Kaffeekooperative, meldete sich per Videobotschaft beim Fest und bestellte die Grüße seiner Mitglieder.

 

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https://www.faire-metropole-ruhr.de/

Fairer Handel auf dem Stundenplan

Realschule an der Burg in Herne als Fairtrade-Schule ausgezeichnet

Seit 2011 ist Herne internationale Fairtrade-Stadt. Ziel war es u.a., dass das Thema Fairer Handel in vielen Einrichtungen und Gruppen Teil des gelebten Alltags wird. Wie das geht zeigt z.B. die Realschule an der Burg in Herne-Eickel. Im Schulkiosk gib es seit einiger Zeit  z.B. Süßigkeiten oder Orangensaft aus Fairem Handel zu Preisen, die auch zum Taschengeld der Schüler und Schülerinnen passen. Auch in der Mensa werden fair gehandelte Produkte verarbeitet, ebenso finden sich Produkte im Lehrerzimmer. Auch in den Hauswirtschaftskursen gibt es Einheiten, die sich damit beschäftigen. Auch an Schulfesten und bei anderen Gelegenheiten hat das Fairtrade-Team der Schule über den Fairen Handel informiert. „Mittlerweile sind 26 Schüler und Schülerinnen in diesem Team engagiert“, so die beiden verantwortlichen Lehrerinnen Svenja Jegottka und Karolin Luckas. Für diesen Einsatz wurde die Schule nun von Transfair mit dem Titel „Fairtrade-School“ ausgezeichnet. Fairtrade-Referent Carsten Elkmann lobte das Engagement der Schüler und überreichte die Auszeichnungsurkunde. Erster Gratulant war Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum Herne. Als Vorsitzender der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Herne dankte er der Schulgemeinschaft für ihren Einsatz und überreichte dem Fairtrade-Team als kleines Dankeschön einen fair gehandelten Fußball und faire Schokoriegel. „Die Schule sei damit auch der Teil einer weltweiten Bewegung für eine Überwindung von Armut und Hunger“, so Heißler.

Das Eine Welt Zentrum Herne bietet auch anderen Schulen Unterstützung auf dem Weg zur Fairtrade-Schule an. Die nächste Fortbildung dazu findet statt am 4. März von 14 bis 16 Uhr. Kontakt: Tel. 02323-994970